Ursprünge

Gesundheit finden sollte das Ziel des Behandlers sein. Krankheit finden kann jeder.
Dr. A.T. Still

Die Ursprünge der Osteopathie gehen auf den Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) zurück. Durch ein intensives Studium der Anatomie und der praktischen Anwendung dieses Wissens, gelangte er zu einem tiefen Verstehen von Gesundheit und Krankheitsgeschehen, sowie Prinzipien, wie ein Organismus wieder in Richtung Gesundheit begleitet werden kann. Dr. Still fühlte sich der Erforschung der inhärenten Selbstregulation des Organismus tief verbunden.

Fokus seiner Untersuchungen und Behandlungen wurde es, mit den Händen die Qualität und Beweglichkeit der Körpergewebe zu erfassen, Einschränkungen (Dysfunktionen) zu beseitigen und eine gesunde Selbstregulation wieder zu ermöglichen.

Seit jener Zeit hat sich die Osteopathie kontinuierlich weiterentwickelt und weitervermittelt über u.a William Sutherland, Viola Fryman, Rollin Becker, Anne Wales, James Jealous, und ist heute international auf recht unterschiedliche Weise in die Gesundheitsversorgung verschiedener Länder integriert (mehr dazu unter finde dein:e Osteopath:in.)

Wie ein:e Osteopath:in arbeitet, hängt im Wesentlichen von der Ausbildung und persönlichen Entwicklung ab.

Osteopath:innen widmen sich einem detaillierten Wissen über anatomische Strukturen und dem Verständnis, wie verschiedene Faktoren zusammen als Einheit funktionieren. Die Feststellung einer Dysfunktion und die osteopathische Behandlung setzen ein langes und intensives Training des Tastvermögens voraus.

Als Osteopath:innen entwickeln wir den Tastsinn (die Palpation), um den Mechanismus der Selbstregulation innerhalb der Körperphysiologie zu erfassen und mit diesem zu arbeiten. Wir fügen dieses Detail zu dem Wissen über Anatomie und Physiologie, das wir gelernt haben, dazu.

In Deutschland ist ein 5-jähriges Studium der Osteopathie der Qualitätsstandard zum Beginn der Tätigkeit als Osteopath:in und wird durch Erfahrungen sowie stetige intensive Fortbildungen weiter geschult.

In Deutschland handelt es sich um einen privaten, kostenintensiven Ausbildungsweg, der mit jährlich vorausgesetzten Weiterbildungen fortgeführt wird.

Zur Ausübung der Heilkunde wird in Deutschland eine Erlaubnis benötigt, z.B. Heilpraktiker:in. Diese müssen Osteopath:innen in der Außendarstellung als Beruf angeben den Beruf „Osteopath:in“ gibt es in Deutschland noch immer nicht.